Entlastung der Nahestehenden

Schicksalsschläge ändern Leben von einem auf den anderen Tag schlagartig. Nicht nur der Betroffene leidet unter den Folgen, auch Nahestehende sind oft sehr stark mitgenommen. Sie stellen sich fortan nämlich die Frage, mit welchen Maßnahmen man der betroffenen Person zugute kommen kann und kümmern sich um die angemessene Pflege des Verwandten oder Freundes.

Unter anderem, um Angehörige zu entlasten, wurden Pflegedienste eingerichtet. Kein Mensch ist in der Lage, sich rund um die Uhr – also 24 Stunden am Tag – um einen anderen Menschen kümmern zu können. Zwar möchten das viele, doch sind die Kräfte irgendwann am Ende, weswegen es ratsam ist, einen Pflegedienst in den Prozess einzubeziehen, der in dieser Hinsicht Abhilfe schaffen kann. Egal ob nachts oder am Tage – entsprechend qualifiziertes Personal findet sich zu jeder Tages- und Nachtszeit. Häufig sind diese Mitarbeiter in ambulanten Pflegediensten angestellt.

Damit Nahestehende zumindest zeitweise finanziell entlastet werden können, fördern die Pflegekassen in der Regel Pflegedienste. Hierfür sind seit 01.01.2012 für betroffene Patienten in Pflegestufe 1 monatlich 450 Euro vorgesehen, bei Pflegestufe 2 sind es 1.100 Euro und Betroffene in Pflegestufe 3 erhalten 1.550 Euro monatlich, um wenigstens einen Großteil der Kosten für Pflegedienste decken zu können. Hinzu kommt noch einmal jeweils die Hälfte des Betrages, sofern man sich häuslich um die bedürftige Person kümmert.

Ebenso ist es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, was geschieht, wenn die pflegende Person einmal Urlaub machen möchte oder einfach zeitweise anderweitig verhindert ist. In solchen Fällen greift die sogenannte Kurzzeit- oder auch Verhinderungspflege. Über einen Zeitraum von maximal 28 Tagen können versicherte Personen von den Pflegekassen bis zu 1.550 Euro erwarten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden generell nicht von den Kassen übernommen. Kurzzeit- oder Verhinderungspflege wird von vielen Betroffenen in Anspruch genommen, da eine dauerhafte Pflege in den wenigsten Fällen möglich ist.

Geschrieben von

Patrick Gehlert ist freier Redakteur und schreibt für Fachmagazine unter anderem Beiträge zu dem Thema Pflege.

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