Qualitätsmanagement im Pflegebereich

Was sich früher einmal Qualitätssicherung nannte, nennt sich heutzutage Qualitätsmanagement. Doch was verbirgt sich eigentlich grundsätzlich hinter diesem eher schleiferhaften Begriff, auf den man in der Gesundheitsbranche regelmäßig trifft? Und wie nachhaltig ist Qualitätsmanagement?

Qualitätsmanagement bedeutet in erster Linie, dass von Seiten der pflegenden Unternehmen möglichst alle Prozesse optimiert werden, die in jeglicher Hinsicht Einfluss auf die Qualität der Pflege nehmen. Eine stetige Verbesserung der Bedingungen für Pflegebedürftige sollte im Vordergrund des Handelns der betreffenden Unternehmen stehen. Qualitätssicherung ist hierbei eben nur ein Teil dessen, was im Aufgabengebiet der Qualitätsmanager liegt.

Wirtschaftlichkeit und Bedürftigenfreundlichkeit sind die beiden Kernziele eines optimalen Qualitätsmanagements. Mitarbeiter sollten möglichst qualifiziert auf die Pflegebedürftigen zugehen können, außerdem sollten sie dabei ihre Arbeit motiviert verrichten. Die Identifikation der Arbeitnehmer mit ihrem Arbeitsalltag steht deswegen im Vordergrund der Optimierung. Fort- und Weiterbildungen, um den Mitarbeitern den neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse mitzuteilen, sind daher unabdingbar und sollten beispielsweise zum Arbeitsalltag einer Pflegekraft gehören.

Aufgrund dessen haben sich die Aufgabengebiete der im Pflegebereich tätigen Personen innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte erheblich gewandelt. Heutzutage ist etwa die Dokumentation der Pflegeprozesse erheblich wichtiger als früher.

Zwar mag das auf dem Papier das Niveau der Pflege erheblich anheben, doch es herrscht auch starke Kritik am bürokratischen und auf institutioneller Ebene starren Pflegesystem. So wären die Optimierer zu wenig direkt am Geschehen beteiligt, würden von oben herab über das Pflegemaß urteilen, ohne dabei auf das Individuum zu achten. Hinzu kommt, dass von Fall zu Fall unterschieden werden muss. So kann ein Pflegeunternehmen im Süden der Republik nur mäßig mit einem im Norden der Republik verglichen werden, international sind die Differenzen natürlich noch einmal erheblich größer.

Geschrieben von

Patrick Gehlert ist freier Redakteur und schreibt für Fachmagazine unter anderem Beiträge zu dem Thema Pflege.

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