Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung

Im Gesundheitssektor des Sozialstaates Bundesrepublik Deutschland gibt es erheblichen Nachholbedarf. Zu schwach sind bislang die Strukturen, zu sehr sind sie an stetige Demographie gebunden. Allerdings wandelt sich die gesellschaftliche Struktur, daher ist auch eine stetige Anpassung an die gegebenen Verhältnisse durch die Politik notwendig.

Das spiegelt sich in der ständigen Beitragsanpassung bei den Beiträgen zur gesetzlichen Pflegeversicherung wieder. Im Jahr 2012 wurden die Beiträge gegenüber dem Vorjahr nach oben hin korrigiert, um sowieso schon prognostizierten Defiziten in der Pflegeversicherung vorzubeugen. Im Jahr 2013 wird es sich ähnlich verhalten.

Versicherungspflichtig, also von den zusätzlichen Beiträgen betroffen, sind all jene, die sich auf verpflichtender oder freiwilliger Basis in einer gesetzlichen Krankenversicherung befinden.

Bereits seit 2005 gilt für kinderlose Beschäftigte ab dem 23. Lebensjahr ein Zuschlag von 0,25% aus Gerechtigkeitsgründen. Von 2013 an beträgt der Beitrag zur Pflegeversicherung in allen Bundesländern bis auf Sachsen 2,05%, also in etwa ein Fünfzigstel des Bruttoeinkommens des Arbeitnehmers.

Grundsätzlich gilt, dass der Beitragsanteil an der gesetzlichen Pflegeversicherung durch den Arbeitnehmer bei 50% liegen soll. Die restlichen 50% werden vom Arbeitgeber getragen. Für 2013 bedeutet das dementsprechend, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber 1,025% zu tragen haben. Der Kinderlosenzuschlag entfällt allerdings nur auf den Arbeitnehmer. Im Zweifel muss dieser also mehr zahlen als der Arbeitgeber.

Private Pflegezusatzversicherungen werden außerdem zukünftig staatlich gefördert, um somit insgesamt die Last auf den Schultern des Staates zu verringern. Pro Monat darf man dann als Zusatzversicherter eine Bezuschussung von fünf Euro erwarten.

Hinsichtlich der Pflegeversicherung gelten zudem Beitragsbemessungsgrenzen. Diese ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, liegt im Jahr 2013 bei 47.250 Euro. Darüber liegende Verdienste müssen nicht mehr mit dem Beitragssatz verrechnet werden.

Geschrieben von

Patrick Gehlert ist freier Redakteur und schreibt für Fachmagazine unter anderem Beiträge zu dem Thema Pflege.

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