Die drei Möglichkeiten der Pflege

Pflege ist nicht gleich Pflege. Mit diesen knappen Worten könnte man zum Ausdruck bringen, was viele Bürger im gesamten bundesdeutschen Raum interessieren dürfte. Alle steuerpflichtigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen nämlich in die verpflichtende Pflegeversicherung ein und haben deshalb einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche Leistungen ihnen dadurch im Pflegebedarfsfall zur Verfügung stehen.

Pflege kann grob in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Eine Option für Bedürftige ist die häusliche Pflege, also die Pflege in der Immobilie der zu pflegenden Person. Sie wird häufig als ambulante Pflege bezeichnet. Hilfskräfte von ambulanten Pflegediensten kümmern sich in solchen Fällen vor Ort um die Bedürfnisse und Wünsche der betroffenen Person und bieten dabei weitaus mehr als nur eine warme Mahlzeit an. Je nach Ausmaß der Beeinträchtigung werden unterschiedliche Dienste angeboten, vom Kochen bis hin zum Waschen, Einkaufen und Putzen. Hierbei geht es darum, der bedürftigen Person trotz all ihrer Einschränkunen möglichst viel Individualität und Freiraum bieten zu können. Die Betreuungsbeträge, mit der die Pflegekassen hierbei helfend unter die Arme greifen, variieren je nach Grad der Beeinträchtigung.

Weiterhin besteht die Möglichkeit der teil- oder vollstationären Pflege. Letztere wird nur dann durch die Pflegeversicherung gestützt, wenn eine teilstationäre Pflege oder eine ambulante Pflege nicht möglich ist. Bei der vollstationären Pflege befindet sich die versicherte Person rund um die Uhr in der Obhut einer Pflegestation, in der sich die Bediensteten um die Bedürfnisse kümmern. Finanziell werden viele Leistungen von Pflege- und Altenheimen von der Krankenkasse übernommen, eigene Zuschüsse für den alltäglichen Bedarf an Nahrung werden trotz allem zusätzlich vom Versicherten verlangt.

Eine teilstationäre Pflege bedeutet wiederum, dass die Person nur zu bestimmten Uhrzeiten am Tag stationär gepflegt wird. Teilstationäre Pflege ist eingeführt worden, um den Mangel an ambulanten Diensten in einigen strukturschwachen Regionen auszugleichen. Können sich die berufstätigen Verwandten nicht um die betroffene Person kümmern, ist teilstationäre Pflege eine Alternative, die für viele in Betracht kommt. Auch die bei der teilstationären Pflege anfallenden Kosten werden zum größten Teil durch die gesetzliche Pflegeversicherung übernommen. Allerdings muss – wie nahezu immer im Zusammenhang mit den Pflegeversicherungen – der Einzelfall im Detail betrachtet werden, um die genauen Zuschussbeträge zu ermitteln.

Geschrieben von

Patrick Gehlert ist freier Redakteur und schreibt für Fachmagazine unter anderem Beiträge zu dem Thema Pflege.

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