Einsatz und Auswirkungen des Humors in der Gesundheit

“Lachen ist die beste Medizin” ist ein gängiges Sprichwort im deutschen Sprachgebrauch. Was steckt tatsächlich hinter dieser Aussage? Kann sie als valide gelten? Lachen kurbelt tatsächlich die Durchblutung des menschlichen Körpers an und sorgt für gute Laune – doch hilft Humor alleine über schwere Krankheiten und Ängste hinweg? Wir versuchen, das Rätsel zu lüften und somit für Aufklärung zu sorgen.

Forscher fanden in den letzten Jahren heraus, dass Humor tatsächlich gesundheitsförderlich ist. Im Bereich der sogenannten Gelotologie versuchen seitdem viele Forscherteams aus der ganzen Welt, das Geheimnis rund um den Einfluss des Lachens zu klären. Der Begriff Gelotologie leitet sich vom griechischen Wort für Lachen, “gelos”, ab, damit handelt es sich bei der Gelotologie um die Wissenschaft des Lachens, die sich mehr und mehr international etabliert.

Schon Ende der 70er Jahre wurden erste Effekte von Wohlbefinden und Lachen auf die Gesundheit schriftlich fixiert. So zeigte Paul McGhee in San Francisco, dass Lachen lernbar und trainierbar sei, auch wenn die Genetik das Lachen entscheidend beeinflusse. Dabei bemerkt McGhee in seinen Ausführungen, dass schon Babys ein Lächeln besitzen würden, als Zeichen für Sattheit und Glück. Wie sich dieses über die Lebensjahre hinweg entwickelt, ist ein spannendes Forschungsgebiet, das zukünftig wohl noch viele Erkenntnisse liefern wird.

In späteren Jahren ermittelten Forscherteams unter anderem die Tatsache, dass durch Lachen die Ausschüttung von Stresshormonen erheblich reduziert wird, was wiederum gut gegen Herzinfarkt ist. Auch sinkt der Blutdruck, was gegen jegliche Art von Gefäßerkrankung förderlich ist. Zugleich würde die körperliche Regeneration gefördert, denn Lachen sorgt für Muskelentspannung und Ruhe im Alltag.

All das ist gemeinhin bekannt, doch was weniger bekannt ist, sind Tatsachen wie die, dass sogar die Bronchien erweitert werden und dass mehr Endorphine als gewöhnlich ausgeschüttet werden. Empirische Beweise für die wissenschaftlichen Hypothesen zu finden ist alles andere als einfach, doch lässt sich ebenso nur schwer ein Gegenbeweis für die aufgestellten Thesen finden.

Doch es gibt tatsächlich auch Fälle, in denen Humor zu schweren Verletzungen führen kann. Nach chirurgischen Eingriffen ist es beispielsweise ratsam, wenig zu lachen, um eine Erschütterung der vom Eingriff betroffenen Körperzonen zu vermeiden. Gleichzeitig bietet Humor eine Möglichkeit der Entfaltung und Neuorientierung. Wer einem Menschen begegnet, der mit seinem Humor für Begeisterung sorgen kann, wird schnell einen Wandel seiner Werte und festgefahrenen Lebensattitütden feststellen. Nicht zuletzt ist Humor ein Herzöffner in jeglicher Hinsicht – und hilft damit über vielerlei Sorgen und Ängste hinweg.

Geschrieben von

Patrick Gehlert ist freier Redakteur und schreibt für Fachmagazine unter anderem Beiträge zu dem Thema Pflege.

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